Eva war blond ...

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„EvA war blond...“ entstand irgendwann zwischen 1995 und 1997, als sich einige Handlungsstränge meines Romans über „Die wahre Geschichte der Menschheit[TM]“ verselbstständigten. Diese „Wahre Geschichte“ hatte irgendwann so viele Handlungsstränge, dass ich beschloss, einen in sich abgeschlossenen Strang herauszunehmen und daraus eine eigene Geschichte zu machen.

Und was geschah?

Die handelnden Personen entwickelten ein Eigenleben, lenkten die Geschichte in völlig unvorhersehbare Bahnen und zwangen mich Dinge zu erzählen, die ich eigentlich lieber unerwähnt lassen wollte. Zwangen mich damals schone Welten zu beschreiben, die doch ein wenig über das allgemeine Verständnis von Raum und Zeit hinausgehen (und die ich eigentlich erst in „Die wahre Geschichte der Menschheit[TM]“ erzählen wollte und ausführlich erzählen werde) ...

Grundsätzlich stellt sich mir immer schon die Frage, was ist Zeit? Gibt es Zeit in dieser Form, wie wir sie täglich erfahren, wirklich? Als unaufhaltsamer Strom in eine Richtung? Kann es nicht auch anders sein?

Gut, der Gedanke, dass die Zukunft eines Individuums vielleicht „vorbestimmt“ und seit Anbeginn der Zeit (gab es den?) festgeschrieben ist, mag sich vielleicht antiquiert anhören. Wahrscheinlich ist er das auch in gewisser Weise. Doch was, wenn es sich wirklich so verhält? Und dies aus einem einzigen Grund, eben weil es JEDE Zukunft schon seit jeher gibt, gegeben hat, sich der Mensch (bewusst oder unbewusst) nur noch zwischen den unzähligen möglichen Pfaden in die Zukunft (scheinbar) entscheiden muss und so das Gefühl hat, er habe einen freien Willen (sich in Wirklichkeit jedoch nur einem in seinem Universum wahrscheinlichen Weg entlang bewegt, bewegen muss)?

Dieser Gedanke ist absurd? Wie absurd mutet dann die Schlussfolgerung an, dass aus demselben Grund die Vergangenheit eines Individuums „unbestimmt“ ist? Eben weil das Universum von Anbeginn der Zeit in allen möglichen Variationen, als „Wahrscheinlichkeitsraum“ existiert, MUSS auch die Vergangenheit eines Individuums unbestimmt und doch für alle Zeit festgeschrieben sein.

Ereignisse, die ein Individuum für sich im Hier und Jetzt festlegt, also bestimmt, beeinflussen aus diesem Grund nicht nur seine Zukunft, sondern auch seine Vergangenheit (und da nur seine eigene persönliche Erfahrungswelt), was nichts anderes heißt, nicht nur die Zukunft, sondern auch die eigene Vergangenheit wird mit jeder Entscheidung neu geschrieben.

Betrachtet man den Strom der Zeit ein wenig genauer, ergibt sich ein kleines Paradoxon: Meist wird die Zeit als Pfeil in eine Richtung dargestellt, ein kontinuierlicher Fluss von Ereignissen, vergleichbar mit einem Film.

Doch Halt!

In der allgemeinen Betrachtungsweise der Zeit trennen das Hier und Jetzt nur kleine Unterschiede in der Anordnung der Atome im Universum von der Zukunft. Diese Unterschiede (von einem Bild zum nächsten im hypothetischen Film) können winzig sein, oft nur ein einziges Atom betreffen.

So weit, so gut.

Doch fragt sich, WANN finden diese Änderungen statt? Betrachtet an die Einzelbilder dieses Films, dann sieht man zwar Unterschiede (z. B. Positionsänderung der Teilchen) zwischen ihnen, jedoch NIE, wann diese stattgefunden haben. Paradox, nicht? Quantenmechanisch ist es auch ein Ding der Unmöglichkeit, diese Änderungen auf den „Film“ zu bannen. Denn sobald die Position eines Teilchens bestimmt ist, ist der zukünftige Weg unbestimmt, der Übergang in den nächsten Zustand verschwommen und unvorhersagbar.

Whatever: Reichlich viel Platz für viel wilde Spekulation (führt unweigerlich zu Multiversen) und philosophischen Diskussionen. Kurz gesagt, das Universum ist nichts anderes als eine quantenmechanische Überlagerung aller möglichen Zustände und kann durch „Messung“ durch ein Individuum in jeden beliebigen Zustand versetzt werden (siehe Aufenthaltswahrscheinlichkeit eines Elektrons im Atom. Impuls/Ort sind unbestimmt).

Dies alles wird zwar nicht in „EvA war blond...“ beschrieben, ist aber ansatzweise sichtbar. 

„EvA war blond...“ ist nur der Versuch diese kruden Gedanken in eine (mehrere?) humorvolle Geschichte(n?) zu verpacken, in der dieser Themenbereich zwar angerissen wird, jedoch nicht im Vordergrund steht. Im Vordergrund stehen zwei ziemlich gewitzte Frauen, die so manches Abenteuer in diesem Wahrscheinlichkeitsraum des Universums bestehen und viele unvorhersehbare Ereignisse mit stoischer Ruhe und unvergleichlichem Humor hinnehmen (müssen).

Ein Mann verschwindet und scheint wie vom Erdboden verschluckt. Zwei junge Frauen machen sich auf die Suche und erleben ein verrücktes Abenteuer nach dem anderen. Oder wie soll man es sonst, außer verrückt, nennen, wenn man plötzlich im Jahre 6000 vor Null aufwacht, ganz nebenbei erfährt, dass „Sumer“ ein Übersetzungsfehler ist und „Schumer“ heißen müsste, die Sumer begeisterte Bierbrauer waren, Ägypten sich so ganz anders darstellt, als in den Lehrbüchern, Pharao Hatschepsut eine ziemlich gelangweilte Regentin und Sirius (präziser, der Hauptplanet im System Sirius, Schuster) lange Zeit unumstrittenes Vergnügungs- und Handelszentrum der Galaxis war?

Wurden die beiden Frauen wirklich von einer unbekannten Macht in die Vergangenheit „entsorgt“, weil sie, ohne es zu wissen, einer gigantischen Verschwörung auf der Spur waren? Oder dürfen sie, zugegeben nicht ganz freiwillig, eine neue Droge testen, welche verschiedene Regionen des Stammhirns aktiviert und dem Gehirn auf diesem Wege die absurdesten Geschichten vorgaukelt? Gibt es eine andere, noch unglaublichere, Erklärung für die Erlebnisse der Frauen?


Weblinks

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